Geschichte und Vision

Im Herbst 1974 fand unter dem Namen” Bavaria 74″ eine Evangelisation der “Aktion: in jedes Haus” und des EC (Entschieden für Christus e.V. ) statt. Nach der Filmvorführung “time to run” erklärten sich einzelne Personen zur Nacharbeit bereit, falls sich Interessenten melden sollten. So entstand im November 1974 der “Zwieseler Bibelkreis”, der Vorläufer unserer Gemeinde.

In den folgenden Jahren fanden Evangelisationen und Filmvorführungen statt, bei denen sich immer wieder Menschen aus dem ganzen Landkreis zu Jesus Christus bekehrten. Man traf sich zuerst im Gymnasium Zwiesel, dann im katholischen Pfarrzentrum, später im Augustinerjuvenat, bis dann der erste eigene Raum in der Hindenburgstraße gemietet wurde.

Durch Verbindungen zur Teen-Challenge-Farm in Obervilslern bei Landshut und zur Pfingstgemeinde in Dingolfing sowie durch die Gottesdienstbesuche in St.Bonifaz in München erfuhren wir von der charismatischen Erneuerung und erlebten die Erfüllung mit dem Heiligen Geist.

Gleichzeitig ergaben sich Kontakte zu anderen Gemeinden. Es entstand der von 1979 bis 1987 jährlich am Buß- und Bettag stattfindende “Südostbayerische Glaubenstag”, an dem sich Pfingstgemeinden, Baptisten, Mennoniten, Teen-Challenge-Mitarbeiter und evangelische Christen beteiligten.

Da die Charismatische Erneuerung von einigen Mitgliedern des Zwieseler Bibelkreises abgelehnt wurde und das Engagement bei vielen erlahmte, entschieden sich die Leiter dazu, den Kreis zu beenden. Aber schon bald darauf entstand aus der 1979 in Deggendorf begonnenen Chapterarbeit ein “Familiensonntag” in Schlossau, der zusehends wuchs und aus dem im Herbst 1986 die Gemeinde hervorging, zunächst unter der Bezeichnung “JMS Bayerwald” (in enger Zusammenarbeit mit den Jugend-, Missions- und Sozialwerk Altensteig e.V.)

Mit vielerlei Aktivitäten ging man an die Öffentlichkeit: Kinderbus, Vortragsreihen im Schock-Werk, Frauennachmittage, Israelabende und Konzerte. Missionare aus dem In- und Ausland verkündeten das Evangelium im ganzen Bayerischen Wald, 1980 kam auch Reinhard Bonnke zum ersten Mal.

Das Einzugsgebiet wurde immer größer, so dass es nötig wurde, die Gottesdienste 1991 von Regen nach Deggendorf zu verlegen.

Zunächst fanden sie noch im Foyer der Deggendorfer Stadthalle statt, bis sich in der Ruselstraße 82 ein geeignetes Gebäude fand, wohin das Christus-Centrum im November 1993 umzog. Nach der Anfangsphase mit aller Begeisterung für etwas Neues haben wir Gottes Wirken im Natürlichen wie Übernatürlichen mächtig gespürt. Wer damals schon dabei war, „kaufte sich einen Stuhl“  (das hieß, man spendete für einen oder mehrere Stühle). Wir brauchten wirklich viele Stühle, denn es fanden hier auch Konferenzen mit bis zu 600 Teilnehmern statt.  Namhafte Sprecher wie Derek Prince, Reinhard Bonnke, Lester Sumral, um nur einige zu nennen, lehrten über Heilung, Befreiung, das Wirken des Heiligen Geistes und förderten damit geistliches Wachstum.

Das CCO gewann über die Grenzen der Region an Bekanntheit.  Frauentage wurden zu einer festen Tradition nahmen an Bedeutung zu, ebensowie Männerkonferenzen. 7 Jahre lang, immer im November, fanden die unvergesslichen Herbst-Bibelschulwochen statt. Es war intensives geistliches Training mit hervorragenden Lehrern aus dem In- und Ausland. Diese 4 Wochen wurden nicht nur zum Segen für das CCO, sondern weit über Ostbayern hinaus, bis nach Tschechien und in die Ukraine, von wo ein Großteil der Teilnehmer kamen. Kontakte zur Ukraine waren durch John Mac Farlane und das Nehemia-Team in Nürnberg geknüpft worden und es wurden regelmäßige Hilfstransporte zuerst mit PKW’s, dann auch mit Lastwagen, durchgeführt und das Missionswerk wurde gegründet, das Jahre später als CHHD selbständig wurde. Die Pfadfinder „Royal Rangers“ wurden gegründet. 2015 feierten sieihr 20-jähriges Jubiläum.

In der Zwischenzeit haben wir herausfordernde Zeiten erlebt.  Wir mussten aus Fehlern lernen, mit Kritik richtig umgehen und haben uns positiv, freundschaftlich mit anderen Kirchen vernetzt. Im Jahr 2013 haben wir schließlich die aktuellen Räumlichkeiten in der Konstantin-Bader-Straße 6 bezogen. Jede Lebensphase hat ihre eigenen Herausforderungen und das ist für Kirchen nicht anders: Am Ball bleiben, eine dauerhafte stabile Struktur schaffen und in allen alltäglichen Herausforderungen die Begeisterung nicht verlieren.

Vieles ist uns mit Gottes Hilfe recht gut gelungen, und bei vielem sind wir immer noch unterwegs. 

Ein großes Ziel des CCO ist es, die Wurzeln und das Geheimnis des ursprünglichen Lebens der ersten Christen wieder zu entdecken und auf eine zeitgemäße Art und Weise im 21. Jahrhundert in unser heutiges Alltagsleben zu integrieren und dadurch die Gesellschaft positiv zu prägen. Jeder Mensch soll zumindest einmal in seinem Leben die Gelegenheit bekommen, die lebensverändernde Botschaft von Jesus Christus zu hören und auch zu verstehen. Unser Wunsch ist es, dass sich dadurch immer mehr Menschen für die Liebe Gottes persönlich öffnen können! Alle Aktivitäten des CCO haben mit diesem großen Ziel zu tun.

Heute sind wir sicherer als je zuvor, dass wir damals den richtigen Weg eingeschlagen haben. Lebendig gelebter Glaube ist bereichernd, einzigartig und aufbauend - und das erleben wir und hunderte andere Christen immer und immer wieder. Wir würden uns freuen, Sie in einem unserer Gottesdienste willkommen zu heißen.